Neun Lschbezirke - Eine Feuerwehr   

Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Beckingen

So, 20.11.2011 (nbi / #3421)
TECHNIK

Automatisierte externe Defibrillator (AED)


Der Automatisierte externe Defibrillator (AED, ugs.: "Laiendefibrillator" ) ist ein medizinisches Gert zur Behandlung des Kreislaufstillstandes durch Abgabe von Stromsten. Im Gegensatz zu Defibrillatoren aus dem Rettungsdienst oder der Klinik sind AED durch ihre Bau- und Funktionsweise besonders fr Laienhelfer geeignet.
Die beiden Klebeelektroden (auch Defibrillationselektroden oder "Fast-Patches" genannt) werden bei Jugendlichen und Erwachsenen unter dem rechten Schlsselbein und unter der linken Achselhhle in der sogenannten "Anterior-Anterior-Position" anterolateral angebracht. Nach der Anlage der Klebeelektroden analysiert eine Software im AED den Herzrhythmus und entscheidet danach, ob ein Kammerflimmern vorliegt und somit eine Defibrillation notwendig ist. Nur bei einem positiven Ergebnis wird die Funktion freigeschaltet und kann durch den Anwender mit Hilfe einer "Schock-Taste" ausgelst werden.
Je nach Funktionsumfang untersttzen AEDs den Laienhelfer durch optische Anweisungen (wie das Aufleuchten von LEDs oder das Darstellen von Handlungsaufforderungen in einem digitalen Display), akustische Anweisungen (klare sprachliche Aufforderungen des Gertes zu bestimmten Aktionen), Piktogramme (Darstellung der Position der Klebeelektroden), durch ein eingebautes Metronom oder auch durch eine Auswertung und Bewertung der Kompressionstiefe und -frequenz durch einen zustzlichen Beschleunigungssensor.

Verbreitung
Um das therapiefreie Intervall bis zur Versorgung des Herzpatienten durch Rettungsdienst und Notarzt zu verkrzen und somit eine mglichst frhzeitige Defibrillation zu erreichen, werben seit 2001 alle namhaften Hilfsorganisationen fr den Einsatz von AED, auch im ffentlichen Umfeld. So existieren mittlerweile eine Vielzahl heterogener Inselprojekte mit teilweise ffentlich zugnglichen AED. Diese als Public Access Defibrillators (PAD) eingesetzten ffentlichen AED finden sich etwa in Flughfen, Bahnhfen, Fuballstadien und anderen ffentlichen Gebuden.
Meist sind die AED im Eingangsbereich von Gebuden oder im Sanittsraum platziert. Ziel ist dabei, dass geschultes Personal den AED im Notfall schnell herbeiholen und einsetzen knnen soll. Selten kommt es dabei zur gewnschten Situation, dass zufllig gegenwrtige Laien als Notfallzeugen den AED als solchen erkennen und dann erfolgreich einsetzen.

Rechtliche Situation
Der Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED) durch Laien im Rahmen der Ersten Hilfe ist rechtlich unbedenklich. Fr die Anwendung von AED im Rahmen der betrieblichen Erste-Hilfe-Organisation sind das Medizinproduktegesetz (MPG) und die Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) mageblich. Der AED ist nach dem MPG ein aktives Medizinprodukt. Das organisierte und planmige Vorhalten eines AED fllt unter die Bestimmungen der MPBetreibV. Der Betriebsarzt hat nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) die rztliche Fachaufsicht ber die Implementierung von AED im Rahmen der betrieblichen Ersten Hilfe.

Quelle: www.wikipedia.de

NBI

Automatisierte externe Defibrillator (AED)

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