Neun Löschbezirke - Eine Feuerwehr   

Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Beckingen

Do, 14.04.2011 (nbi / #7548)
WIR ÜBER UNS

ELW-Team der Freiw. Feuerwehr Beckingen


Struktur
Zur Umsetzung der in der Feuerwehrdienstvorschrift 100 vorgeschriebenen Führungsorganisation unterhält die Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Beckingen eine Führungsgruppe als Sondereinheit. Diese wird als Unterstützungseinheit für den Einsatzleiter tätig und arbeitet als Unterstützung des Einsatzleiters gemeinsam mit weiteren Führungskräften als Einsatzleitung Flächenereignisse ab.
Grundlage für die Umsetzung sind die Feuerwehrdienstvorschrift.
Der Führungsgruppe gehören gegenwärtig 24 Feuerwehrangehörige aus allen Löschbezirken der Gemeinde Beckingen an. Mindestqualifikation für die Angehörigen der Führungsgruppe sind die Lehrgänge für Sprechfunker und Gruppenführer, für den Maschinisten des ELW ist die Truppführer- sowie Maschinistenausbildung erforderlich. Der Leiter der Führungsgruppe im Einsatz muss mindestens über Zugführerqualifikation verfügen.

Arbeitsweise bei Standardereignis
Die Führungsgruppe gewährleistet, dass dem Einsatzleiter neben einer funktionierenden Kommunikation zwischen der Leitstelle, der Einsatzleitung, den Einsatzabschnitten und den sonstigen Beteiligten am Einsatz eine Einsatzdokumentation (ständig fortgeschriebenes Einsatztagebuch) zur Verfügung steht. Ferner ist es Aufgabe der Führungsgruppe, nach Weisung des Einsatzleiters Arbeitsaufträge zu erledigen und ihn so bei der Leitung des Einsatzes zu unterstützen. Für hinzutreffende andere Behörden und Organisationen (Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, Polizeiführer, Notfallmanager DB AG, Wasserwirtschaftsamt, weitere Fachberater, etc.) ist die aus der Führungsgruppe und dem Einsatzleiter bestehende Einsatzleitung Anlaufpunkt an der Einsatzstelle.
Die Mindestbesatzung des Fahrzeuges besteht aus vier Funktionen:
1. Leiter Führungsgruppe
2. Maschinist
3. Führungsgehilfe
4. Führungsgehilfe
Die Funktionen Presse und Medienarbeit und Information- und Kommunikation werden ebenfalls in die Führungsgruppe integriert.
Aufgabe des Leiters der Führungsgruppe ist die Koordination der Arbeit seiner Einheit. Außerdem stellt er das Bindeglied zum Einsatzleiter dar. Er erledigt Standardaufträge, wie die Definition von Bereitstellungsräumen und bereitet auf Weisung des Einsatzleiters Maßnahmen vor (z. B. Planung einer Löschwasserrückhaltung).
Die beiden Führungsgehilfen (Sprechfunker) (teilweise auch 3 Führungsgehilfen) wickeln den Einsatzstellenfunk sowie die Anbindung der Einsatzstelle auf dem Betriebskanal ab. Hierfür steht ein fest eingebautes Funkgerät im 2-Meter-Bereich sowie zwei Funkgeräte 8b-1 im 4-Meter-Bereich zur Verfügung. Ihre Aufgabe ist ferner die Bedienung des GSM-Telefons (Mobiltelefon) und des Fax-Geräts. Computer-Unterstützung ist bereits in Planung.

Personal
Der Personalstamm der Führungsgruppe besteht aus Feuerwehrangehörigen des LB2 Düppenweiler, wo der Einsatzleitwagen stationiert ist. Das Personal wurde aufgrund eigener Meldung oder Berufung in die Einheit aufgenommen. Als Mindestqualifikation wird die Ausbildung zum Gruppenführer verlangt. Dies sichert zum einen eine gewisse Einsatz- und Diensterfahrung und gewährleistet darüber hinaus eine grundlegende Führungsausbildung. Der Leiter der Führungsgruppe im Einsatz hat mindestens Zugführerausbildung. Dies ist notwendig, damit die erforderlichen Führungskenntnisse nach der FwDV3 vorhanden sind und unerlässliche Kenntnisse für die Führungsorganisation an größeren Einsatzstellen erlernt worden sind. Zudem verfügen ausgebildete Zugführer über die ausreichende Dienst- und Einsatzerfahrung für die Wahrnehmung dieser wichtigen Schlüsselstellung in der Unterstützung des Einsatzleiters. Für das Personal steht in regelmäßigem Rhythmus Ausbildungsdienst auf dem Programm.

Lagedarstellung
Das Führen umfangreicher Lagen erfordert es, stets einen Überblick über die Entwicklung des Schadensereignisses, die eigenen Kräfte und die taktischen Maßnahmen zu behalten. Dem Einsatzleiter und den Einsatzabschnittsleitern, aber auch Führungskräften anderer beteiligter Behörden und Organisationen diese Informationen stets auf aktuellem Stand bereit zu stellen, ist Aufgabe der Lagedarstellung.

Fernmeldetaktik
Um mit den begrenzten Kommunikationsmöglichkeiten des analogen Funks für die BOS auch an einer umfangreichen Einsatzstelle die Kommunikation auf allen Ebenen abdecken zu können, wurde die Fernmeldetaktik für Großschadenslagen vordefiniert. Hierbei ist jedem Einsatzabschnitt ein fest definierter Kanal für den Einsatzstellenfunk zugewiesen. Die Kommunikation zwischen den Einsatzabschnittsleitern, der Einsatzleitung und dem ELW erfolgt auf einem vordefinierten Führungskanal, der organisationsübergreifend zur Verfügung steht und daher auch von Führungskräften anderer Behörden und Organisationen geschaltet werden kann. Die Vordefinition hat sich als vorteilhaft erwiesen. So ist jedem Fahrzeugführer bereits bei Entgegennahme des Einsatzauftrags klar, dass sich aus dem ihm zugewiesenen Einsatzabschnitt automatisch der von seinen Kräften zu schaltende Kanal im 2m-Bereich ergibt.

Fahrzeug
Der Führungsgruppe steht ein Fahrzeug vom Typ ELW 1 zur Verfügung. Es verfügt über einen Funkraum. Das Fahrzeug verfügt über eine Fernmeldeausstattung zum Betrieb von zwei Funkverkehrskreisen im 4-m-Bereich sowie 1-2 Funkverkehrskreisen im 2-m-Bereich. Die Telefonie-, Fax- und Datenübertragung erfolgt über eine GSM-Box. Ein Funkmast sorgt bei ungünstiger Topografie für die Funkanbindung von Einsatzabschnitten. Ebenso ist das Fahrzeug mit einem Notstromerzeuger ausgestattet um vom Stromnetz unabhängig zu sein. Momentan wird für die Freiw. Feuerwehr Gemeinde Beckingen ein neues Einsatzleitfahrzeug beschafft. Das neue Fahrzeug vom Typ ELW 1 wird über einen Funkraum und ein abgetrennten Besprechungsraum verfügen. Außerdem werden 4 Digitalfunkeinbaugeräte, zwei 4-m-Band Geräte sowie zwei Funkgeräte im 2-m-Bereich eingebaut. Zur besseren Einteilung der Funkverkehrskreise an der Einsatzstelle werden acht Digitalfunk-Handfunkgeräte verlastet.

Alarmierung
Abhängig vom Einsatzstichwort wird der Einsatzleitwagen automatisch in der Alarm- und Ausrückeordnung berücksichtigt. Momentan kann nur der Personalstamm des LB2 Düppenweiler per Funkmeldeempfänger alarmiert werden. Während der Umsetzung der Digitalen Alarmierung soll jedoch auch die Möglichkeit geschaffen werden, dass alle 24 Mitglieder der Führungsgruppe alarmiert werden können.

Bewertung
Durch konsequentes Umsetzen der Feuerwehrdienstvorschrift 100 und auf Grundlage der Empfehlungen der Landesfeuerwehrschule der Feuerwehr in der Gemeinde Beckingen eine optimal ausgelegte und organisierte operativ-taktische Führungsorganisation zur Verfügung. Diese ist zu der Führungsorganisation im DRK-Bereich, wie auch zum Katastrophenschutz und der Führungsorganisation der Hilfsorganisationen kompatibel und kann - je nach Ereignis - modular zusammengefügt werden.

NBI

jetziges Fahrzeug

Fotos

(C) NBI
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